Buddhistische Klöster in Deutschland - So ist ein deutsches Kloster

Buddhistische Klöster in Deutschland

Hallo, schön, dass du wieder bei unserem Blog "Zur Klostermühle" vorbeischaust. Wir sind hier bei unserem Stammtisch, wie immer, sehr chillig und lustig zugegen. In letzter Zeit gingen wir unsere Treffen aber ein wenig ruhiger an, wegen einem Virus, der hier momentan durchtrudelt. Manche Leute mag das zwar voll stressen, wir hingegen behalten komplett unsere Fassung. Das mag teils daran liegen, dass einige Teilnehmer unseres Stammsitzes Buddhisten sind. Selbst auf diejenigen, die es nicht sind, haben einige der buddhistischen Philosophien abgefärbt. Während die Sache mit dem Virus noch läuft, machen wir Pläne für den Besuch einiger buddhistischer Klöster in Deutschland, sobald diese wieder zugänglich sind. Cool, oder? Also, nichts wie weiter:

Wie ist denn eigentlich ein Aufenthalt in einem Kloster?

Diese Frage haben wir uns vorab gestellt, und Einer in unserer Mitte wusste die Antwort. Er hatte nämlich letztens eine volle Woche als Gast in einem buddhistischen Kloster verbracht und teilte auch seine Erfahrungen mit uns, welche wir dir jetzt weitergeben wollen. Anfangs fiel es ihm schwer, all seine elektronischen Geräte zurück zu lassen, doch Langeweile kam bei ihm niemals auf. In seinem Kloster hatte er immer einen strukturierten Tagesrhythmus. Um halb 6 war er schon längst wach und nahm an der Morgenmeditation teil. Um 8 gab es Frühstück, um 12 Mittagessen und um 18 Uhr Abendessen. Hier wollen wir noch hinzufügen, dass es ausschließlich asiatisches Essen gab, meist Thailändisch. Dieses war immer vollkommen frisch zubereitet und streng vegetarisch. Immer bevor eine Mahlzeit beginnt, klingt ein Gong, wobei alle mit den Nonnen eine Widmung aufsagten, sprich Wünsche und Danksagungen. Die ersten 15 Minuten mussten immer in vollkommenem Schweigen verbracht werden, bis der zweite Gong erklang. Eine optionale Abendmeditation stand ebenfalls auf dem Programm. Ansonsten konnte er tun und lassen was er wollte. Manchmal ging er durch die Gärten spazieren, manchmal ging er meditieren, lag untätig in der Sonne, hat geschlafen oder Bücher gelesen. Klingt ziemlich entspannend, oder?

Diese deutschen Klöster sind besonders zu empfehlen

Kommen wir zum Mittelpunkt dieses Blogbeitrags. Da du jetzt weißt, wie der Tagesablauf so in etwa aussieht, mögen dich ja einige unserer ausgewählten Klöster interessieren. Zum einen haben wir Bodhi Vihara ausgesucht. Dieses Klostergebäude in Freising ist traditionell eingerichtet, bietet ein schönes Gelände und jede Menge schöne Buddhastatuen und derlei hübsche Details. Das Klosterhaus "Buddhas Weg" ist in dieser Hinsicht ganz ähnlich. Schickes Ambiente, gute Atmosphäre zum Meditieren, lauschiges Gärtchen und eine eigene Bibliothek. Dieses Kloster setzt so ziemlich den deutschen Standard für buddhistische Klöster, und die anderen Klöster dieser Liste folgen diesem. Gute Beispiele sind der Shaolin Temple Europe, das Buddhistische Nonnenkloster Shide, das Buddhistische Haus, die Buddhistische Klosterschule Ganden Tashi Choeling und das Waldkloster Muttodaya. Zu guter Letzt folgen noch Wat Buddhavihara, Wat Sanghathan und Wat Sibounheuang.

Das waren so ziemlich alle deutschen Köster des Buddhismus. Du magst dich vielleicht fragen, warum wir fast jedes einzelne Kloster aufgezählt haben. Darauf haben wir eine einfache Antwort. Diese Liste ist so ziemlich unsere Kloster-Checkliste, welche wir abarbeiten werden. Sprich, wir werden diese Klöster eins nach dem anderen abklappern und das lernen, was es dort zu erfahren gibt. Wir denken, an jedem dieser Orte gibt es etwas Einzigartiges zu entdecken. Die Anzahl an buddhistischen Klöstern scheint ziemlich niedrig zu sein, warum? Nun, es gibt eben nicht besonders viele Buddhisten in Deutschland. So einfach ist das. Das ist ziemlich schade, denn vom Buddhismus kann jeder Mensch eine Menge lernen.

Wie sind die deutschen Klöster im Vergleich zu denen in Asien?

Diese Antwort können wir noch nicht vollständig beantworten. Wir haben schlichtweg noch nicht alle Tempel besucht, die sich zu sehen lohnen. Wir planen, möglicherweise nächstes Jahr einen Abstecher nach Thailand zu machen und dort einen großen buddhistischen Tempel zu besichtigen. Haben wir jetzt überhaupt nichts zu diesem Thema zu sagen? Naja, ein paar Leute aus unserer Stammtischrunde haben Erfahrungen mit Klöstern aus beiden Ländern. Und was ist jetzt die Antwort auf die Frage? Die deutschen Klöster sind durchaus sehr authentisch und vergleichbar zu einem thailändischen oder indischen Kloster. Einige Unterschiede sind allerdings relativ auffällig. Die Dekorationen und Buddha-Statuen in Asien sind durchaus besser an die Innenräume abgepasst und haben bessere Qualität. An diesem Punkt merkt man den größten Unterschied. Während man sich in einem deutschen Kloster wie in einer Imitation Asiens fühlt, ist das Erlebnis in Thailand oder Indien viel authentischer.

Fazit - Lohnt sich ein Besuch in einem buddhistischen Kloster?

Ja, das tut es. Wir können es kaum abwarten, bis die Klöster wieder öffnen und wir endlich als Gäste diese betreten dürfen. Vielleicht haben dich unsere Beschreibungen der Klöster dazu inspiriert, eventuelle selber zum Buddhismus zu finden? Wenn nein, bringt es dich ja wenigstens einmal zu unserem Stammtisch, dem Gasthaus "Zur Klostermühle"! Hier genießen wir gutes Essen, gute Getränke und unterhaltsame Gesellschaft. Bis zum nächsten Mal, sagt deine Klostermühle-Gang.

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