Sanfte
Hügel, fruchtbare Felder und ausgedehnte Wälder, über 400 Seen,
Moore und Flüsse prägen diese reizvolle eiszeitlich entstandene
Landschaft der Uckermark im nordöstlichen Teil der Mark Brandenburg.
Naturliebhaber entdecken hier noch ein Paradies mit seltenen Pflanzen und
Tierarten. In dieser reizvollen, romantischen Landschaft, inmitten des
Naturparks Uckermärkische Seen, liegt eingebettet das ganz besondere
Ausflugsziel - unser idyllischer Ort Boitzenburg.
Zauberhafte Alleen säumen Wege und Straßen, die sternförmig auf
ihn zuführen.
Der Name des Ortes als Bezeichnung wird zum ersten Mal 1271 in einer Urkunde
als "Burg auf einer Insel im See Tytzen mit zehn dabeiliegenden
Dörfern" erwähnt. Gerhard von Boyceneburch gibt 10 Hufen Land
frei, die er vom Markgrafen Johann II., Otto IV. und Conrad I. zu Lehen
bekommen hatte, damit diese es dem Kloster Boycenburch übereignen
können. Im Landbuch Karl IV. aus dem Jahre 1375 wird über Boitzenburg
festgehalten, dass es sich in die markgräfliche Burg, in ein
Städtchen, ein Dorf mit 24 Hufen und ein Nonnenkloster unterteilt.
Geschichtskenner werden mit
Boitzenburg den Namen der alten märkischen Familie von Arnim in Verbindung
bringen. Diese hatte bis 1945 hier ihren Stammsitz in einem bis heute sehr gut
erhaltenen, märchenhaft anmutenden Schloss. Es ist eines der
eindrucksvollsten Schlösser Norddeutschlands und liegt auf einer Insel
umgeben von Seen, Tempeln und einem einst von Josef P. Lenné angelegten
Park. Nach vielen Umbaumaßnahmen entwickelte es sich zu einem
familienfreundlichen Anziehungspunkt.
Schon weiterhin sichtbar erhebt sich die Pfarrkirche "St. Marien auf dem
Berge". Aus der Stiftungsurkunde der Markgrafen geht hervor, dass sie
schon vor der Entstehung des Klosters vorhanden gewesen sein muss, denn in ihr
wurde den Nonnen das Patronatsrecht über die Kirche verliehen.
Aus der mittelalterlichen Saalkirche, einem lang gestreckten rechteckigen
Feldsteinbau, entstand durch Umbau und Erweiterungen im Laufe der Jahrhunderte
die Kirche in ihrer heutigen Gestalt, ein einschiffiger kreuzförmiger
Putzbau mit Westturm und polygonalem Chor. Ein Förderverein setzt sich
für die Erhaltung und Instandsetzung der Kirche ein.
Begleiten Sie uns auf unserer Kirchentour in die Vergangenheit. Am Fuße der Kirche lohnt
sich ein Besuch der Forellenzuchtanlage mit über hundertjähriger
Tradition, einst Lieferant für die gräfliche Küche. Fisch wird
frisch und geräuchert angeboten. In den Teichen kann auch geangelt werden.
Einen Kilometer vom Schlosse entfernt befindet sich unser Wirtshaus "Zur
Klostermühle" mit Museum. Nach dem Besuch der Klostermühle oder
einer Stärkung im Wirtshaus kann man im angrenzenden Tiergarten wandern
gehen und die Seele baumeln lassen. Gerade beim Wandern auf diesen
geschichtsträchtigen Pfaden werden Sie dieses Fleckchen Erde und seine
Kultur von Nahem erleben.
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