1271
wurde die Mühle erstmalig im Zusammenhang mit dem benachbarten
Zisterziensernonnenkloster als dessen Eigentum erwähnt. Es wird
angenommen, dass diese Wassermühle durch das Kloster, bis zu seiner
Auflösung, als eigene Produktionsstätte betrieben wurde, bis 1528
Hans von Arnim sie erwarb. Im dreißigjährigen Krieg wurde sie
geplündert und zerstört. Das Gebäude existiert seit 1671 in
seiner heutigen Gestalt nachdem über vier Jahre lang 400 Bäume zum
Wiederaufbau verarbeitet wurden.
Zahlreiche Pächter und
bauliche Neuerungen hat es schon miterlebt. Ein einst unterschlächtiges
Wasserrad wurde 1919 durch eine Turbine mit liegender Welle nach Francis
ersetzt. Ein oberschlächtiges Wasserrad wurde nachträglich eingebaut.
Beeindruckend ist, wenn die Wasserkraft über Transmissionen das
Mühlenwerk auf Wunsch in Bewegung setzt. Der Leidenschaft und
Rastlosigkeit eines Mannes, dem letzten Müller Willi Witte, ist es zu
verdanken, dass unschätzbares Kulturgut als Technisches Denkmal und Museum
"zum Anfassen" erhalten bleiben konnte.
In der Mühle befinden sich
eine im Stil des Jahrhundertwende eingerichtete Müllerwohnung, Backofen,
zahlreiche Mahlstühle, umfangreiches Mühleninventar, Maschinen und
landwirtschaftliche Geräte. Entdecken, Anfassen und Herumstöbern ist
hier angesagt und erlaubt.
Alljährlich wird auf dem gesamten Territorium der Mühle, immer
Pfingstmontag, der "Nationale Mühlentag" begangen. Uralte
Gewerke werden wie ursprünglich vorgeführt, eine interessante
Ausstellung wird eröffnet und buntes Markttreiben belebt diesen Tag.
Am ersten Samstag im Oktober treffen sich alljährlich die Technikfans mit
ihren Oldtimern zur großen "Alttechnik-Schau".
Ganzjährig geöffnet Dienstag - Sonntag 10.00 - 16.00 bzw. 17.00 Uhr
Führungen bitte anmelden: Telefon 03 98 89 / 236
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